Mettenwürst der Ministranten

"Am Christtage nach der Metten ist bey gemeinen Leuten die Gewohnheit, sich bey Würsten und etwas Bier lustig zu machen. Dieses nennt man die Mettenwurst essen."

So beschreibt Andreas Zaupser in seinem 1789 erschienen Wörterbuch der bayerischen Sprache den Brauch, der bei den Ministranten der Pfarrei weiterhin gepflegt wird. Hintergrund des Brauches ist, dass der Heilige Abend früher als strenger Fasttag galt und daher erst nach der Christmette warme Speisen gegessen werden durften. Der entsprechende Hunger wurde also nach der Mette gestillt, auch wenn diese erst weit nach Mitternacht endete. Obwohl das Fasten heute keine Bedeutung mehr hat und alle gut gesättigt in die Christmette gehen, handelt es sich trotzdem um einen schönen Brauch, der gern gepflegt wird. Bei den erwähnten „gemeinen Leuten“ handelt es sich in unserer Pfarrei um die älteren Minis und insbesondere die Ehemaligen, die so die Christmette im gemütlichen Beisammensein ausklingen lassen, gelegentlich alte Zeiten aufleben lassen und Weihnachten feiern.

Frohe Weihnachten!