Das Sakrament der Taufe
Ein Text von Diakon Sebastian Nüßl
Wir laden Sie herzlich ein, den Schritt zur Taufe Ihres Kindes zu gehen!
-Warum ein Kind taufen?
Sie, ihre Gäste bei der Tauffeier, die Gemeinschaft der Christen, Gott selbst, sagen „Ja“ zu Ihrem Kind. Das feiert die Taufe, die ja nicht privat, sondern in der Kirche stattfinden soll, öffentlich. Die Kirchengemeinde zeigt in der Taufe, dass sie Ihr Kind für immer und ohne Einschränkungen annehmen will.
Die Taufe öffnet die Mitgliedschaft zur Kirche: Die Kommunion und die weiteren Sakramente bauen auf diese Voraussetzung auf.
Im Übrigen: Für Ihr Kind bedeutet die Taufe keine Einschränkung der Freiheit. Ihr Sohn oder ihre Tochter kann sich später gegen die Kirchenmitgliedschaft entscheiden.
-Wann soll ich mein Kind taufen lassen?
Die Kindertaufe findet in der Regel im ersten Lebensjahr des Kindes statt. Selbstverständlich kann eine Taufe auch später erfolgen, beispielsweise im Zuge der Kommunionvorbereitung.
-Was muss ich tun, wenn ich mein Kind taufen lassen will?
Melden Sie sich bitte im Pfarramt an. Nehmen Sie dabei die Unterlagen mit, die Sie vom Standesamt für Ihr Kind erhalten haben. In der Regel wird der Pfarrer, der Kaplan oder der Diakon vor der Taufe ein Gespräch mit Ihnen vereinbaren.
-Was kostet mich die Taufe?
Von Seiten der Kirche entstehen keine Kosten, außer Sie hätten besondere Wünsche (Blumenschmuck...)
-Was wird vom Paten/von der Patin verlangt?
Der Pate/die Patin muss der Konfession angehören, in die Ihr Kind hineingetauft werden soll, dh. bei uns der römisch-katholischen.
-Kann ich weitere Paten benennen?
Sie können weitere Paten benennen. Diese Paten werden unter Umständen als „Taufzeugen“ eingetragen. Bei der Taufe selbst wirkt sich dieser Unterschied in der Regel nicht aus. Die Konfession spielt bei weiteren Paten/Patinnen oder Zeugen/Zeuginnen eine untergeordnete Rolle.
-Gibt es auch überkonfessionelle oder ökumenische Taufen?
Nein. Da die Taufe Aufnahme in eine konkrete Kirchengemeinschaft ist, erfolgt sie in einer bestimmten Konfession. Allerdings erkennen die in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zusammengeschlossenen Kirchen die Taufen gegenseitig an. Die Taufe wird daher beim Übertritt in eine andere dieser Konfessionen (kath./evg....) nicht wiederholt.
-Wie fromm muss ich sein, damit mein Kind getauft wird?
Sie selbst brauchen beispielsweise keiner Kirche anzugehören. Allerdings wird der zuständige Pfarrer Wert darauf legen, Ihr Interesse an der Taufe Ihres Kindes nachvollziehen zu können.
Wir freuen uns darauf, die Taufe Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes mit Ihnen zu feiern!
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