Schachinger Kirche

St. Johann Baptist Evangelist in Schaching

Der Stadtteil Schaching liegt im Westen der Stadt Deggendorf und wurde am 1. April 1935 eingemeindet. Die St.-Johannes-Kirche erhebt sich auf einer kleine Schwemmsandinsel, am Rande der 2003 fertiggestellten Wohnheimanlage für Studenten der Deggendorfer Fachhochschule.

Keramikfunde lassen darauf schließen, dass Schaching bereits im 8. Jahrhundert besiedelt war. Diese Siedlung stand im direkten Zusammenhang mit dem ca. 5 km entfernten Benediktinerkloster Metten. Archäologische Untersuchungen in den Jahren 1989 bis 1994 brachten Grundrisse zweier romanischer Vorgängerbauten zu Tage. Zudem wurden an der Süd- und Westseite ca. 300 Gräber aus der Barockzeit, häufig mit Grabbeigaben, entdeckt.

Der heutige Kirchenbau stammt, bis auf den romanischen Turm, aus dem 15. Jahrhundert. 1690 wurde der frühere Hochaltar der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt nach Schaching ausgelagert.1803, nach der Profanierung der Kirche, sollte St. Johannes abgerissen werden, um aus den Steinen ein Schulhaus zu erbauen. Als sich das Vorhaben als unrentabel herausstellte, wandelte man das einstige Gotteshaus stattdessen in einen Heustadel um. Dabei wurde der Chor mit dem dort verbliebenen Hochaltar durch eine eingestellte Bretterwand vom Langhaus getrennt. Im Jahre 1892 brachte Stadtpfarrer Leonhard den maroden Bau zurück in Kirchenbesitz. Doch erst 1954 wurde der Altar aus St. Johannes entfernt und in St. Martin aufgestellt. Nach der letzten umfassenden Renovierung wurde die Kirche 1998 gesegnet.